Zeitraffer
Eine Technik, die in festgelegten Abständen eine Reihe von Fotos aufnimmt und diese als Video wiedergibt, wobei Stunden oder Tage der Veränderung in Sekunden komprimiert werden.
Zeitrafferaufnahmen offenbaren Veränderungen, die für die normale Beobachtung unsichtbar sind: Wolken, die über den Himmel rasen, blühende Blumen, Städte, die vom Tag in die Nacht übergehen, oder Bauprojekte, die über Monate hinweg voranschreiten. Die Technik erfordert eine konsistente Bildeinstellung (ein Stativ erforderlich), eine konsistente Belichtung (manueller Modus oder Belichtungsglättung) und eine sorgfältige Intervallauswahl – 1–5 Sekunden für schnelle Wolken, 30–60 Sekunden für Sonnenuntergänge, Minuten oder Stunden für den Aufbau. Moderne Kameras und Smartphones verfügen über integrierte Zeitraffermodi, die die Aufnahme und Zusammenstellung automatisch durchführen. Die Nachbearbeitung umfasst häufig Deflicker-Algorithmen zur Glättung von Belichtungsschwankungen, Farbkorrekturen für Konsistenz und Stabilisierung bei eventuellen Stativabweichungen. Die resultierenden Videos haben normalerweise 24–30 Bilder pro Sekunde, sodass eine einstündige Aufnahme in 5-Sekunden-Intervallen 720 Bilder oder 24–30 Sekunden Filmmaterial ergibt.
Verwandte Begriffe
Lange Exposition
Eine Fototechnik, die lange Verschlusszeiten verwendet, um Bewegungsunschärfe, Lichtspuren oder geglättetes Wasser und Wolken über einen längeren Zeitraum hinweg einzufangen.
Belichtungsreihe
Aufnehmen mehrerer Aufnahmen derselben Szene mit unterschiedlichen Belichtungsstufen, um eine optimale Belichtung sicherzustellen oder eine HDR-Verarbeitung zu ermöglichen.
Verschlusszeit
Die Dauer, für die der Kamerasensor Licht ausgesetzt ist, gemessen in Sekundenbruchteilen oder ganzen Sekunden.